Frühstück mit Seiner Exzellenz Jean-Pierre Grallet, Erzbischof von Straßburg


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Religion und vor allem das Christentum haben einen besonderen Einfluss auf die Gründung und Entwicklung des europäischen Projekts ausgeübt.

Obwohl auch heute noch die meisten europäischen Bürger sich selbst als Christen bezeichnen, glauben nur noch 51% von ihnen an einen Gott (Eurobarometer 341, Seite 204). Religion und Glauben verlieren in Europa an Bedeutung: Junge Generationen glauben immer weniger an Gott, vor allem in städtischen Gebieten, und Kirchen bedauern geringere Besucherzahlen in ihren Gottesdiensten.

Dennoch berufen sich viele europäische Politiker auf die christlichen Wurzeln der europäischen Werte, wenn sie mit den derzeitigen Herausforderungen für unseren Kontinent und unsere Einheit konfrontiert werden. Deshalb gibt es im Moment immer mehr Diskussionen über die Relevanz von Religionsfreiheit und christlichen Prinzipien, die die Frage des Glaubens wieder in den Mittelpunkt stellen. Aber was für eine Rolle können die Kirchen in den nächsten Jahren einnehmen, vor allem die katholische Kirche als größte religiöse Gemeinschaft in Europa? Wie können religiöse Institutionen bei der Krisenbewältigung in Europa helfen?

Um dieses Thema zu debattieren, hat die Deutsche Parlamentarische Gesellschaft zu ihrem traditionellen Frühstück am 16. Februar 2017 von 08:00 bis 09:00 Uhr Seine Exzellenz Jean-Pierre Grallet eingeladen, der seit 2007 Erzbischof von Straßburg ist.

Der Bischof wurde 1969 zum Priester ordiniert, nachdem er in Nancy katholische Theologie und Geschichte studiert hatte. Dank seiner Tätigkeit als Religionslehrer und Studentenpriester in Straßburg und Metz hat Erzbischof Grallet viel Erfahrung mit der Bedeutung des Glaubens im Leben von Europäern, vor allem von jungen Menschen. Da er außerdem der französische Repräsentant in der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE) ist, wird er die Debatte sicherlich auf eine europäische Ebene heben.

Die COMECE ist eine Kommission bestehend aus katholischen Bischöfen, die von den nationalen Bischofskonferenzen der 28 EU-Staaten delegiert werden. Ziel der Kommission ist es, die Politik der Europäischen Union aus Sicht der katholischen Kirche zu verfolgen und einen Dialog mit ihren Institutionen anzuregen, um den Politikern und der Öffentlichkeit die aktuellen Bedenken und Meinungen der katholischen Kirche darzustellen.

Für mehr Informationen kontaktieren Sie bitte unser Generalsekretariat.